adidas Rivalry - der heimliche Star der Ewing Collection

Die 80er. Eine bedeutende Ära für das Zusammenspiel der Welten von Basketball und Sneakern. Die Konkurrenzkämpfe zwischen den großen Sportmarken zu der Zeit waren gewaltig

adidas Rivalry - der heimliche Star der Ewing Collection

Die 80er. Eine bedeutende Ära für das Zusammenspiel der Welten von Basketball und Sneakern. Die Konkurrenzkämpfe zwischen den großen Sportmarken zu der Zeit waren gewaltig

Die 80er. Eine bedeutende Ära für das Zusammenspiel der Welten von Basketball und Sneakern. Die Konkurrenzkämpfe zwischen den großen Sportmarken zu der Zeit waren gewaltig. Und als besondere Waffe galten vor allem die vielversprechenden NBA Spieler. Es war regelrecht ein Muss die richtigen Spieler zu finden, die dann das Produkt und somit die Marke an die Spitze bringen sollten. „Player Endorsements“ waren das A und O, um die potenziellen Kunden anzufixen und das große Geld zu machen. Auch der adidas Rivalry, über den wir heute sprechen, wurde in dieser Zeit geboren.


Kampf On und Off Court

Nike hatte den Standard bereits sehr hoch gesetzt. Erst der Erfolg des Air Force 1 um 1982 und einige Jahre später die legendäre Zusammenarbeit mit Michael Jordan, der mit dem Air Jordan 1 einen wegweisenden Erfolg erzielte.

Doch die Konkurrenz schlief nicht.

Auch adidas hielt seine Waffen bereit. Im gleichen Jahr, in dem der Air Jordan 1 released wurde, nahm adidas den vielversprechenden Center Patrick Aloysius Ewing unter Vertrag. 1985 zum „College Player of the Year“ ernannt, wurde Ewing im NBA-Draft von den New York Knicks an erster Stelle ausgewählt. Er war ihre große Hoffnung - und adidas erkannte ebenfalls das Potenzial in ihm.

Die Ewing Collection


1986 brachte adidas zusammen mit Patrick Ewing die Ewing Collection hervor, in denen der adidas Conductor und adidas Rivalry ihre Debüts feierten.

Der adidas Conductor sollte der eigentliche Favorit werden. Perfekt geeignet als Performance- Schuh auf dem Basketballfeld, überzeugte der Conductor mit der im Schuh eingebauten, einzigartigen Technologie. Das Dellinger Web, der EVA-Keil und das PU-Kissen sorgten für eine schockabsorbierende Dämpfung, die Profispieler zur ihr Höchstleistung treiben sollten. Das Ankle Harness System, welches ein neues System für adidas High Tops darstellte, gab den Fußgelenken die nötige Stabilität. Dementsprechend gestaltete sich natürlich auch der Preis des Schuhs. Der Schuh wurde hierzulande zum stolzen Preis von 300 DM verkauft. Man kann ahnen, wie viel Geld das zu dieser Zeit war. Er war somit einer der teuersten Schuhe auf dem Markt und war dennoch sogar an den Füßen europäischer Profi-Basketballspieler zu finden.

Patrick Ewing x adidas 

Der adidas Rivalry hingegen stellte die günstigere Variante dar. Obwohl die spezielle Technologie nicht vorhanden war, stellte sich der Rivalry außerhalb des Basketballfelds als heimlicher Star der Kollektion heraus. Dies verdankte er nicht nur dem günstigeren Preis, sondern auch dem neuen Hauch an Frische, den er in die Sneaker-Welt brachte.

Von Hip Hop bis Metal

adidas hatte 1970 bereits den Superstar veröffentlicht, welcher eine enorme Beliebtheit mit sich brachte. Marken wie Converse wurden damit in den Schatten gestellt. Berühmtheiten wie das Hip-Hop Trio Run DMC waren voll ausgestattet mit adidas Tracksuits und dem dazu passenden Superstar, der nicht fehlen durfte. 16 Jahre später brauchten die Leute etwas Neues, etwas Zeitgemäßeres. Und das lieferte der Rivalry.

Vor allem bei jüngeren Leuten, die von der Masse herausstechen und sich von den alten Hasen abgrenzen wollten, kam der Schuh gut an. Er entwickelte sich mit der Zeit zum Klassiker und wurde später auch Teil der „adidas Originals“-Serie. Dies bedeutete nicht, dass der Superstar Schnee von gestern wurde. Aber er teilte sich jetzt definitiv den Ruhm mit dem Rivalry und musste sogar nachgeben. Das konnte man sich nicht entgehen lassen.

RUN DMC

Natürlich war der Schuh innerhalb der Hip-Hop Szene stark vertreten. Run DMC, die einen sehr großen Einfluss auf die Hip Hop Kultur hatten und bei denen man von der Vorliebe für adidas bereits wusste, veröffentlichten 1986 auf ihrem Album Raising Hell sogar einen Song mit dem Titel My Adidas. Das Albumcover für Tougher Than Leather, welches 1988 veröffentlicht wurde, zeigt das Trio in All Black. Strahlend scheinen die adidas Rivalry High Tops wie die pralle Morgensonne. Andere Hip Hop Berühmtheiten wie Public Enemy und Beastie Boys wurden ebenfalls in Rivalries gesichtet.

Den Schuh entdeckte man aber in den verschiedensten Subkulturen, auch außerhalb des Hip Hops. Er fand Popularität bei Metal-Bands wie Anthrax und Hardcore Punk Bands wie Bad Brains oder Killing Time, was den Schuh noch viel berühmter machte. Selbst Brad Pitt lief mit ihnen herum.

Colorways und Special Releases

Zurück zum Wesentlichen: dem Ursprung des Schuhs: der adidas Rivalry war der erste Signature-Schuh, der die Farben der New York Knicks zur Schau stellte. Die ersten Colorways die veröffentlicht wurden, waren einmal der Knicks Colorway (White/Blue-Orange), ein White/Grey Colorway und ein Red/White Pinstripe Colorway. Alle wurden sowohl in High als auch in Low verkauft.

adidas Rivalry Ewing Collection

1987, also ein Jahr später, kam die Spring Collection raus, mit bis zu 12 verschiedenen Farben. Die sogenannten Team Colors waren angelehnt an die Farben der großen Universitäten der USA. Das besondere an den Schuhen dieser Kollektion war, dass die Mittelsohle die Farben Weiß und Grau zeigten. Bei einer Kollektion später, der Fall/Winter Collection 1987, passte die zweite Farbe der Mittelsohle immer mit der Farbe der drei Streifen zusammen.

Seitdem gab es immer wieder zahlreiche Neuauflagen und Remakes des Schuhs. Oft wird der Rivalry nur minimal neu interpretiert, wie zum Beispiel bei der Kollektion Home of Classics, unter denen auch der Superstar 80s oder Stan Smith mit dabei sind. Der letzte „Home of Classics“-Release war im Oktober 2019.

2018 wurde der Rivalry Hi Retro im OG Colorway Black/White veröffentlicht. Diese Retro-Serie hatte bereits einige Veröffentlichungen hinter sich und auch 2019 wurde eine weitere Neuauflage präsentiert, die sich an den Colorways der Spring Collection 1987 und Fall/Winter Collection 1987 orientieren. Besonders beliebt war hierbei der kastanienrote Maroon Colorway.

Als ikonischen Remake muss man den adidas Rivalry Lo Superstar erwähnen, der vor kurzem zum 50. Jubiläum des adidas Superstars auf den Markt kam. Zwei Klassiker, die aufeinandertreffen. Die Grundlage bildet der Rivalry Low mit einer Rivalry-typischen Sohlenkonstruktion. Auf das Lederupper wurde das Upper des Superstars mit den charakteristischen schwarzen Streifen aufgedruckt. Eine vergilbte Optik der Mittelsohle und Toebox geben dem ganzen Schuh einen Vintage-Look. Auf dem Eyestay des Rivalry ist der Eyestay des Superstars durch aufgedruckte Nähte angedeutet, die sich bis zum Vorfuß weiter ziehen. Die Zunge des Schuhs basiert dann wieder komplett auf dem Superstar, mit Senkeln, Eyestay und Zungenlabel. Eine geniale Art die beiden legendären Schuhe zusammenzubringen.

adidas Rivalry Home of Classics
Rivalry Lo Superstar
adidas Rivalry Maroon

Es gab darüberhinaus auch schon viele Kollaborationen mit verschiedenen Künstlern und berühmten Designern. Ein Beispiel wäre die adidas Originals x Keith Haring Collection, bei dem der Rivalry Hi, Stan Smith und der Nizza Hi, mit Keith Harings ikonischen Kunstwerken zu Ehren der Pride Month geschmückt wurden.

adidias Rivalry x Keith Haring

Man sieht den Rivalry in den Colorways Blue/Orange und die ausgefallenen, grafittiartigen Motive mit Sternen, tanzenden Menschen und Smileys über den ganzen Schuh verteilt. Veröffentlicht wurde diese bunte Kollektion passend zum Sommer 2019.

Es gibt noch viele weitere erwähnenswerte Kollaborationen und Special Editions, doch ich denke ihr habt einen groben Überblick darüber bekommen, wie erfolgreich und grundlegend dieser Schuh in unserer Sneaker-/Streetwear- Szene ist und welche Geschichte dahintersteckt.

Moubsen x adidas Originals Rivalry Editorial

Production: SHADOW AGENCY / Text: Angelina Tobin/ Fotografie: Daniel Mayer / Styling: Moubarak Assima / Creative Direction: Moubarak Assima & Daniel Mayer / Models: Moubarak Assima, Elena Yaelle Klotz, Serhat Perhat, Ines Kantarevic

Moubarak Assima

Creator & Stylist Creative ideas for @nofaithstudios Manage things @fabricsoverfriends Represented by @noinfluence.today Editor @title

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