Der Aufstieg: Vintage-Kleidung bis zu Verbindungen zu Archiv-Klamotten

Zu gegebenem Anlass möchte ich ein paar Worte zum allseits erwähnten Thema Vintage Kleidung schreiben. Nachdem Virgil Abloh in einem Interview sagte, dass er die Zukunft der Mode in Vintage-Klamotten sehe, werde ich versuchen diesen Trend und seine zunehmende Wichtigkeit genauer zu beleuchten.

Der Aufstieg: Vintage-Kleidung bis zu Verbindungen zu Archiv-Klamotten

Zu gegebenem Anlass möchte ich ein paar Worte zum allseits erwähnten Thema Vintage Kleidung schreiben. Nachdem Virgil Abloh in einem Interview sagte, dass er die Zukunft der Mode in Vintage-Klamotten sehe, werde ich versuchen diesen Trend und seine zunehmende Wichtigkeit genauer zu beleuchten.

Zu gegebenem Anlass möchte ich ein paar Worte zum allseits erwähnten Thema Vintage Kleidung schreiben. Nachdem Virgil Abloh in einem Interview sagte, dass er die Zukunft der Mode in Vintage-Klamotten sehe, werde ich versuchen diesen Trend und seine zunehmende Wichtigkeit genauer zu beleuchten.

Als ich anfing mich für Klamotten zu interessieren, war es praktisch nicht vermeidbar gebrauchte Kleidung zu kaufen. Ich sehnte mich danach High-End Produkte zu erwerben und musste schnell feststellen, dass ich mir neuwertige Produkte schlicht und ergreifend nicht leisten konnte. Deshalb fing ich an auf Flohmarkt-Apps stundenlang nach alten, noch nicht ergatterten Stücke zu suchen. Teilweise hatte ich großes Glück und teilweise kamen Hosen oder Shirts an, die eindeutig nicht den dafür angegebenen Größenangaben entsprachen. Ein paar Prachtstücke habe ich dennoch auf Flohmarkt-Apps ergattert. Unter anderem einen unglaublich schönen roten Damenblazer aus Leder von Yve Saint Laurent. Als ich das Stück abfotografierte und auf ein Forum stellte wurde mir versichert, dass dieses höchstwahrscheinlich aus den 70er-Jahren sei. Auf Flohmärkten und in verschiedensten Stores hatte ich mittlerweile auch schon viel Glück.

Yves Saint Laurent Blazer aus den 70ern


In erster Hinsicht ist der niedrige Preis von alten Klamotten natürlich verlockend.
Es gibt jedoch auch weniger offensichtliche Gründe Vintage-Kleidung zu kaufen. Die Kleidungsproduktion hat im Laufe der Jahre einen interessanten Wandel durchschritten. Schnitte verändern sich und die Qualität von vielen Produkten ist stark gesunken. Früher war es normal ein Kleidungsstück voll und ganz aus Baumwolle zu machen. Heute wird gern auf Mischungen mit Polyester zurückgegriffen, um die Materialkosten zu senken. Baumwolle war schon immer und zählt vermehrt zu einem Luxusgut. Ich persönlich finde Jeansmaterial mit Stretch zum Beispiel einfach schrecklich. Das schlimmste daran ist wie es sich verändert und sich nach einiger Zeit anfühlt. Ich finde man kann den Wert eines Kleidungsstücks oft danach bewerten, wie es nach einer geraumen Zeit aussieht. Hochwertige Produkte bleiben schön oder bekommen durch ihre Patina noch mehr Charakter und Geschichte. Qualitativ schlechte Kleidung wird für Müll erklärt und zur Altkleidersammlung gegeben.
Warum sollte man überhaupt noch neue Kleidung kaufen wenn es sowieso schon so viele Klamotten gibt?  Es schadet der Umwelt am wenigsten, wenn alte Produkte wieder eine Verwendung finden. Ein Mantel der schon zwanzig Jahre getragen wurde und immer noch gut aussieht hat den Test der Zeit bestanden und wird somit auch dem neuen Besitzer noch lange dienen.

Margiela 1 of 1 Weste



Was alte Klamotten meiner Meinung nach aber am interessantesten macht, ist die damit verbundene Ästhetik. Durch Vintage-Kleidung ist es uns möglich in eine andere Zeit einzutauchen und neues mit altem zu vereinen. Wie Retrogott so schön sagt: „Ein wahrer Futurist lebt in der Vergangenheit.“
Getragene Kleidungstücke haben einfach mehr Charakter als ein neues strahlendes T-Shirt aus irgendeiner X-beliebigen Kette. Geschmäcker sind jedoch verschieden.

Mit dem zunehmenden Trend der Vintage-Kleidung kam simultan ein Trend namens Archiv-Kleidung. Dabei geht es vereinfacht um herausragende und begehrte Stücke. Nur um ein Beispiel zu nennen: Eine Helmut Lang Jacke mit den drei roten Streifen am Rücken kostet deshalb 800€ aufwärts, (obwohl diese Stücke teilweise mehr als zwanzig Jahre alt sind!) weil das Design unverkennbar ist und sich als Alleinstellungsmerkmal des Modeschöpfers auszeichnet. Genau genommen sind das natürlich auch nur Trends. Da jedoch die Nachfrage größer ist als die am Markt angebotenen Kleidungsstücke, schießt der Preis in die Höhe. Und voilà, da haben wir den Salat. Aber lasst euch davon nicht unterkriegen. Es gibt trotzdem noch genug alte Kleidung, die ergattert werden kann. Man muss nur sehr genau hinsehen.

Autor: Jan Kössl

Moubarak Assima

Creator & Stylist Creative ideas for @nofaithstudios Manage things @fabricsoverfriends Represented by @noinfluence.today Editor @title

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