Der Weg zum Expressionismus - Das Interview mit Atusa

Grenzen verschwinden lassen, Gefühle zum Ausdruck bringen, mit sich selber connecten. In Zeiten, in denen dein Image von Social Media regiert wird, unerreichbare Schönheitsideale dich übertrumpfen und Likes, bzw. die Abwesenheit davon, Macht über dich ergreifen, werden solche Gedanken zur Rarität.

Der Weg zum Expressionismus - Das Interview mit Atusa

Grenzen verschwinden lassen, Gefühle zum Ausdruck bringen, mit sich selber connecten. In Zeiten, in denen dein Image von Social Media regiert wird, unerreichbare Schönheitsideale dich übertrumpfen und Likes, bzw. die Abwesenheit davon, Macht über dich ergreifen, werden solche Gedanken zur Rarität.

Grenzen verschwinden lassen, Gefühle zum Ausdruck bringen, mit sich selber connecten. In Zeiten, in denen dein Image von Social Media regiert wird,  unerreichbare Schönheitsideale dich übertrumpfen und Likes, bzw. die Abwesenheit davon, Macht über dich ergreifen, werden solche Gedanken zur Rarität.

Atusa Jafari ist Künstlerin. Und solche Sachen scheinen sie nicht sonderlich zu jucken. Ihr Fokus liegt auf sich selbst, darin besser zu werden und ihre Gefühle durch ihre Leidenschaft zum Ausdruck zu bringen. Einfach zu zeigen, wer du wirklich bist, ohne Angst vor Kritik. Und damit hat sie Erfolg. Abstrakte Figuren und Gesichter, das Ineinanderlaufen von verschiedenen Gestalten, irgendwie greifbar aber irgendwie auch nicht. Durch ihre Kunst konnte sie schon viele Menschen erreichen und berühren.

Bekommt selber einen ersten Eindruck von ihr und lernt Atusa im folgenden Interview kennen!

Der Weg zum Expressionismus - Das Interview mit Atusa

Wie bist du auf Kunst gekommen und wie hast du damit angefangen?

Ich habe schon immer gemalt, aktiv hat das aber mit kleinen Zeichnungen 2017 angefangen.

Seit wann bist du wirklich Vollzeit-Künstlerin?

Vollzeit-Künstlerin hört sich lustig an. Ich glaube man fängt nicht an oder hört einfach auf Künstler zu sein. Viele meinen es kommt mit einem bestimmten Bildungsgrad, was ich absurd finde. Der Drang etwas zu kreieren zieht sich schon durch mein ganzes Leben. Rückblickend habe ich aus jeder Aufgabe etwas kreatives gemacht. Geld verdiene ich damit seit 2019.

Für die Laien unter uns: Was für eine Art Kunst machst du? Lässt sich das überhaupt kategorisieren?

Die Frage ist schwierig zu beantworten, dadurch, dass ich noch jung bin und mitten in meiner Entwicklung stecke. Am nächsten kommt denke ich der Expressionismus durch meine teilweise sehr abstrakten Figuren und meinen Drang Gefühle und Emotionen auf die Leinwand zu bringen.

Gibt es etwas bestimmtes, was du mit deiner Kunst ausdrücken bzw. Beim Betrachter bewirken willst? Oder ist das eher alles für dich, ein Ventil um dich selber auszudrücken?

Meine Gemälde sind inspiriert von der Faszination von weiblicher Stärke und Zusammenhalt. Hierbei sind weibliche Züge nicht nur in der Frau zu finden, sondern in jedem Menschen. Meine Figuren haben oft kein Geschlecht oder männliche Züge. Es geht darum Grenzen verschwinden zu lassen. Der Körper und Ausdruck stehen im Vordergrund, sowie verschiedene Interaktionen zwischen den Figuren.

Wer oder was inspiriert dich?

Freunde und Familie, aber auch banale Situationen und verrückte Momente. Echte Gefühle und echte Emotionen sind mein Motiv, auch in der Kunst. Sie können bezeugen, dass ich ständig am Pinsel hänge. Denn die Energie, die herrscht, wenn du in einer schönen Situation mit liebevollen Menschen bist, ist Nahrung für meine Seele und auch für meine Kreativität.

Viele Künstler sind auch noch in anderen Bereichen tätig bzw. beschäftigen sich nebenbei mit komplett anderen Sachen, die gar nicht so viel mit Kunst zu tun haben, denen aber auf eine andere Art nochmal extra Inspiration geben. Gibt es bei dir auch sowas?

Ich liebe es Sport zu machen. Auch das Schwimmen habe ich seit neuestem für mich entdeckt. Dadurch, dass ich viel in meinem Kopf bin, tut es auch mal gut den Körper zu beanspruchen und an nichts zu denken. Tatsächlich finde ich auch hier viele Inspirationen. Ich male viele nackte Körper und habe durch das Beobachten im Gym, besonders aber auch beim Schwimmen, viel über den Körperbau und wie man ihn darstellt gelernt.

Du bist ja Vollzeit-Künstlerin. Ich kenne viele, die ihre Kunst bzw. Passion egal welcher Art zum Beruf machen wollen. Es ist nur leider ein todes Struggle und Hustle. Kannst du uns erzählen wie das alles bei dir angefangen hat und wie du das hinbekommst?

Ja, es ist ein Hustle. Auch bei mir noch. Immer, wenn ich mir was Neues beigebracht habe, habe ich mir mein inneres Kind und meine Neugierde bewahrt und mich nicht vor neuen Eindrücken verschlossen. Denn mein Ziel war es nie irgendwie eine Art Erfolg zu erreichen, sondern einfach immer besser für mich zu werden, mehr zu den Bildern in meinem Kopf zu connecten, statt in meiner Komfort Zone zu bleiben. Dazu hatte ich nie Angst zu teilen was ich mache, auch wenn es nicht perfekt war.

Ich habe früh angefangen mich eher mit Menschen zu umgeben, die mir ein gutes Gefühl über mich und über das was ich mache geben, weil die einen ja auch eh besser verstehen. Sie haben mir den Mut gegeben, den ich gebraucht habe, um immer weiter zu machen und sie tun es immer noch. So wurden auch die richtigen Leute auf mich aufmerksam, die trotz meines Alters mir eine Plattform gegeben haben mich auszuleben.

Hast du vielleicht Tipps für die angehenden Künstler unter uns?

Die Vision, die du als Künstler hast, wird nicht jeder verstehen und du musst es ihnen auch nicht immer erklären können, also versuch nicht ständig dich selbst in eine Schublade zu stecken, sondern es einfach als einen Teil von dir zu nehmen. Außerdem brauchen gute Dinge Zeit, gib dir Zeit!

Autorin: Angelina Tobin / Fotos: @zombynanny

Moubarak Assima

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