Formelle Bekleidung gegen soziale Ungerechtigkeit: Sapeurs - Die gut gekleideten Männer Afrikas

Wenn man an Afrika denkt, denkt man an Armut, Aids, Ebola Korruption usw. Afrika hat viele schöne Facetten welche von Vorurteilen beschmutzt sind.

Formelle Bekleidung gegen soziale Ungerechtigkeit: Sapeurs - Die gut gekleideten Männer Afrikas

Wenn man an Afrika denkt, denkt man an Armut, Aids, Ebola Korruption usw. Afrika hat viele schöne Facetten welche von Vorurteilen beschmutzt sind.

Wenn man an Afrika denkt, denkt man an Armut, Aids, Ebola Korruption usw. Afrika hat viele schöne Facetten welche von Vorurteilen beschmutzt sind. Der Kontinent, welche der Ursprung für das erste Leben war, wurde von vielen äußeren Einflüssen auf der Welt in die Knie gezwungen, die bis heute noch deutlich spürbar sind. Diese Faktoren haben solche Ausmaße angenommen, dass innerhalb des afrikanischen Kontinents eine immense Ungerechtigkeit herrscht.

Die Sapeurs

Daniele Tamagni©

Trotz der bitteren Rückschläge gab es immer wieder Menschen, die an das Gute glaubten und sich zusammenschlossen, um sich gegen diese Benachteiligung zu behaupten. Einer dieser Bürgerrechtsbewegungen sind die sogenannten Sapeurs, abgeleitet von Sape - dem französischen Begriff für Klamotten. Die soziale Bewegung entstand in den 1960ern in Brazzaville - der heutigen Hauptstadt Kongos. Sie zeigten dem damaligen zairischen Präsidenten Joseph Mobuto, dass sie keine Unruhestifter waren, sondern Menschen sind, die sich von ihrem Staat ausgenutzt und benachteiligt fühlten.

Der Verrat an Patrice Lumumba

Durch einen Staatsstreich kam Joseph Mobuto im September 1960 an die Macht, indem er Patrice Lumumba und Kasavubu entmachtete. Nach der Wiedereinsetzung von Kasavubu behielt Mobuto dennoch die Anführung über die Armee. Mobuto fand Gefallen an der Macht und wollte unbedingt an die Spitze Kongos. Er inszenierte noch einen Putsch und stürzte dabei den damaligen Ministerpräsidenten. Nun bekam er, was er wollte, und war der mächtigste Mann in Zaire (Kongo von 1971 bis 1997). Ohne einen einzigen Tropfen Blut zu vergießen kam Mobuto an die Macht und verbat alle politischen Aktivitäten. Durch einen Deal mit der USA lieferte er ihnen Lumumba, der der erste frei gewählte Präsident im unabhängigen Kongo war. Durch die Rohstoffe, die Kongo besaß, wollte dieser das damalige Zaire zu neuem Glanz verhelfen. Jedoch kam es nicht dazu. Bevor er seine Vision in die Realität umsetzen konnte war sein Tod bereits geplant

Die Mächte des Westens waren ebenfalls an die Rohmaterialien interessiert, die Kongo zu bieten hatte: Uran, Gold, Kupfer, Cobalt aber auch Edelhölzer wie Kautschuk und Palmöl. Jene Rohstoffe waren für die Big Player im Westen von unschätzbarem Wert. Mobuto händigte Lumumbas Kopf aus, wenn er im Austausch Präsident werden würde. Im Gegenzug bot er den USA die Ressourcen an, mit denen Kongo in einem neuen Licht hätten scheinen können und schloss mit dem ehemaligen Staatspräsidenten Kasavubu ein stilles Abkommen, das Lumumba verschwinden müsse, da es oft zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden kam.

Die Intention der Sapeurs

Um ihren tobenden Emotionen Audruck zu verleihen griffen sie nicht zu Gewalt. Sie nutzten eine der simpelsten aber ausdrucksstärksten Formen des Widerstands. Ihr habt es richtig erkannt - indem sie sich formell kleideten. Papa Wemba - ein afrikanischer Artist zu dieser Zeit - war das stilprägende Vorbild der Bewegung, der sich in seinen Musikvideos und Filmen immer sehr gut anzog. Doch wie genau sah der Kleidungsstil der Sapeurs aus? Wie bereits erwähnt zogen sie sich formell an. Aber was soll „formell“ nun heißen? In der heutigen Zeit würde ein einfaches Hemd, eine schlichte Chino und schicke Schuhe für einen formellen Look reichen, der straßentauglich ist. Jedoch wussten sich die Saperus wirklich gut zu kleiden. Ihre Hauptmerkmale waren ein Lebensstil, welcher sich voller modischer Eleganz zeigte, ohne, dass man auf den ersten Blick ihren sozialen Status erahnen konnte. Der Style der Sapeurs ist verglichen ähnlich zu dem klassischen Dandy- oder Gentleman-Look. Nur, dass sich die Freunde der Sonne ihre Nuance zu Nutze machten und bunte Farben kombinierten, die einen direkten Einfluss auf ihre Mitmenschen und ihre Selbstempfindung haben.


Das Fundament der Sapeurs

In den 1920ern wurde bereits das Fundament für die Subkultur durch Grenard André Matsoua gelegt, der während seinen Lebzeiten für eine längere Zeit in Europa war.

Als er wieder Zuhause war sah er anders aus. Es war nicht unbedingt seine Aura, die ihn umhüllte, aber es kam dem ziemlich nahe. Er präsentierte er sich seinen Umfeld in einem Anzug im europäischen Stil, der im extremen Kontrast zu den traditionellen Gewändern, die getragen wurden, stand. Die Sapeurs sind ein guter Leitfaden, wie man sein Leben leben könnte. Sie hatten nicht unbedingt viel, aber haben das Beste aus dem gemacht, was ihnen ihre Lebenslage bot. Auch als das amtierende Staatsoberhaupt Mobuto sein Volk verriet, landeten sie immer auf den Beinen und sprachen den Menschen in ihrer Umgebung stets Mut zu, durch ihre durchdachten Outfits, die eine gewaltige Kluft zu ihrer Umwelt waren.

Afrika ist ein liegen gelassenes Produkt des Westens. Aber aus diesem Schmerz, Trauer und Wut werden sich immer Menschen erheben, die für das einstehen, was ihnen am Herzen liegt.

Wir sind alle ein Produkt unserer Umwelt.

Moubarak Assima

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