Frank Ocean: Blonde - ein atmosphärisches Album über das Leben und seine Monotonie

Am 20. August 2016 erschien mit „Blonde“ die lang erwartete musikalische Offenbarung von Frank Ocean. Frank Ocean: Blonde - ein atmosphärisches Album über das Leben und seine Monotonie.

Frank Ocean: Blonde - ein atmosphärisches Album über das Leben und seine Monotonie

Am 20. August 2016 erschien mit „Blonde“ die lang erwartete musikalische Offenbarung von Frank Ocean. Frank Ocean: Blonde - ein atmosphärisches Album über das Leben und seine Monotonie.

Am 20. August 2016 erschien mit „Blonde“ die lang erwartete musikalische Offenbarung von Frank Ocean. Frank Ocean: Blonde - ein atmosphärisches Album über das Leben und seine Monotonie.

In meiner Erinnerung ist es so, als wäre es schon eine Dekade her. Das Album ist ein autobiografisches Werk, das uns Einblick in das Innenleben von Christopher Breaux aka Frank Ocean gewährt. Im Gegensatz zu seinem mit einem Grammy ausgezeichneten Album Channel ORANGE, das im Jahr 2012 erschien, das eher aus verschiedenen Perspektiven einnimmt. Das subtile Leitmotiv in der Erzähl-Struktur verleiht dem Album eine abstrakte Note.

Künstler/innen wie Kendrick Lamar, James Blake, Beyoncé, Pharrell Williams und Andre 3000 wirken mit und schaffen zusammen mit dem ehem. Odd Future Member ein einzigartiges Sound-Bild. Ihre Stimmen sind dabei bewusst kaum bis gar nicht zu hören.

Die Zeit verstreicht wie Luft in den Songs, da die Geschichten catchen, sobald man erst genau hinhört. Ich denke auf jede einzelne Komponente einzugehen würde jeglichen Rahmen sprengen. Sätze wie bei „That's a pretty fucking fast year flew by“, behandeln Themen, mit denen sich jeder identifizieren kann. Immerhin haben wir schon 2021 und das letzte Jahr ist gefühlt in einem Augenzwinkern vorbei gezogen. Oder „i thought that i was dreaming, when you said you love me.“ – ein fast schon verletzliches Bekenntnis, das die eigenen Gefühle auf eine schöne Art und Weise darstellt. Die Ersten Zeilen nehmen den Zuhörer auf jedem Song direkt in die Handlung mit.


Durch dieses Stilmittel wird der Zuhörer durch eine Spannungskurve geführt, sodass der Sound einem zu keinem Zeitpunkt loslässt. Themen wie sich verlieben, Selbstliebe, gescheiterte Beziehungen, Familie, Drogen und Depressionen sind die thematische Leinwand bei Blonde.

Die atmosphärische Ästhetik des Albums braucht jedoch Zeit. Wie ein Puzzle setzt sich lyrisch sowie gesanglich ein Sound zusammen, der überzeugt aber auch Geduld abverlangt.

Der Switch bei dem Song Nights ist einer der eindrucksvollsten Stilmittel, die ich bei moderner Musik erleben durfte. Der Song ist in zwei Hälften aufgeteilt. Bei dem ersten Part wird ein Part der Story erzählt. In der Mitte folgt ein Wandel, der die ganze Stimmung des Songs verändert. Was das Ganze so beeindruckend macht, sind die Instrumente, die hier eine tragende Rolle spielen. So wirkt es fast so, als würde man zwei Songs in einem hören.

Hier fand beides Verwendung: schnelle sowie langsame Beats. Wie oben beschrieben sehr einprägend. Spätestens beim zweiten Mal Hören kann man direkt mitsingen.

„Round the city round the clock, everbody needs you.“

Nights beginnt hektisch. So, als höre man die rastlosen Geister der Großstadt. Fahrende Autos, Menschenstimmen, laute Schritte: die urbane Welt, wie wir sie kennen. Exakt ab Minute 3:30 definiert ein Gitarren-Riff die Mitte des Songs, der auf den Übergang vorbereitet. Nights reflektiert das tägliche Leben und die Monotonie, Dinge zu wiederholen.

Wenn der Switch eintritt, beginnt der zweite Part für eine halbe Stunde und leitet die zweite Hälfte des Albums ein, das insgesamt eine Stunde dauert.

Blonde sprengt jegliches Genre.

Wir verbeugen uns dieser vor einzigartigen Art seine eigene Kunst auszuführen. Der Podcast Dissect, von Cole Cuchna, widmete gleich mehrere Folgen dem Album, unter anderem sogar einzelnen Titeln. Im Guardian wird Blonde als kulturelles Artefakt gesehen, das an Universitäten gelehrt werden soll.

Wenn wir in fünfzig Jahren zurückblicken, werden wir lyrisch, atmosphärisch sowie visuell dieses Werk bewundern und uns an den 20. August erinnern, als ein Tag an dem Musikgeschichte geschrieben wurde.

Autor: Carlos Carima

Moubarak Assima

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