Le Crocodile - Der Ursprung der Polohemden

„Schnapp macht das Krokodil“ wahrscheinlich eine der berühmtesten Lines der Hamburger Rap Crew 187 Straßenbande. Doch Lacoste ist so viel mehr als eine Tracksuit-Brand, so wie ihn die Hamburger-Gang repräsentiert. Die Geschichte der Lacoste-Dynastie beginnt ganz wo anders - Nämlich bei den Polos.

Le Crocodile - Der Ursprung der Polohemden

„Schnapp macht das Krokodil“ wahrscheinlich eine der berühmtesten Lines der Hamburger Rap Crew 187 Straßenbande. Doch Lacoste ist so viel mehr als eine Tracksuit-Brand, so wie ihn die Hamburger-Gang repräsentiert. Die Geschichte der Lacoste-Dynastie beginnt ganz wo anders - Nämlich bei den Polos.

„Schnapp macht das Krokodil“ wahrscheinlich eine der berühmtesten Lines der Hamburger Rap Crew 187 Strassenbande. Doch Lacoste ist so viel mehr als eine Tracksuit-Brand, so wie ihn die Hamburger-Gang repräsentiert. Die Geschichte der Lacoste-Dynastie beginnt ganz wo anders - Nämlich bei den Polos.

Das Krokodil

René Lacoste wurde von seinem ehemaligen Tennis-Teamkollegen Pierre Gillou, der zu seiner Prime-Time der Davis-Cup Kapitän war, während dem Schaufensterbummeln im Jahre 1923 ein Koffer aus Krokodil-Leder versprochen. Allerdings würde René den Koffer nur bekommen, wenn er an dem Tag noch die Partie Tennis gewinnen würde, welche ihm noch bevorstand. Diese verlor er leider. Jedoch bewies er in der Partie Ehrgeiz und Hartnäckigkeit (wie bei jedem Tennis-Match), weshalb er von der amerikanischen Presse auch als Krokodil bezeichnet wurde. Deshalb aber auch aufgrund des Koffer-Deals mit Pierre Gillou, welcher in der Tennis-Szene schon in aller Munde war. Was das Tennisspielen angeht war er zwar kein Wunderkind, aber er trainierte wie ein Bekloppter. Seine Teampartner waren nach jeder Trainingseinheit vollkommen erschöpft, obwohl René dann erst wirklich warm wurde.
Renés Erfolg galt nicht nur seiner Hartnäckigkeit. Sein Vater hat immer an ihn geglaubt und unterstützte seinen Sohn in jeder erdenklichen Form.
Deshalb stellte er ihm ein Ultimatum, dass er nur Tennis spielen dürfe, wenn er innerhalb von fünf Jahren Champion wird. Das erste Mal hielt René einen Tennisschläger mit 15 Jahren in seinen Händen.

Lacoste Archive

Renés Hartnäckigkeit

René war es möglich während seiner Karriere als Tennisspieler sieben Grand-Slam Meisterschaften zu gewinnen. Seine Zähheit, für welche der junge bereits bekannt war, zeigte er immer wieder aufs neue auf dem Tennisplatz. Dies ließ er auch seine Kontrahenten spüren. Seine Gegner besiegte er auf eine unbarmherzige, jedoch strategische Art und Weise und biss sich durch jedes Spiel kämpferisch durch. Nachdem er sich mit seinem neuen Spitznamen angefreundet hatte, wurden von da an auf seine Tennis-Kleidung ein mittelgroßes grünes Krokodil bestickt. Diese Stickerei war schnell als sein Markenzeichen bekannt.

Sein Vermächtnis - das Polohemd

So kam René Lacoste auf die Idee sein Markenzeichen, das Krokodil, in das Branding seiner eigenen Marke zu intrigieren. Das wohl bekannteste Kleidungsstück von ihm ist das Poloshirt. Anfangs trug René sein Poloshirt ausschließlich selbst. Seine Poloshirts entstanden aus einer persönlichen Not heraus. 1927 war es beim Tennisspiel üblich, mit Blazer, langärmligem Hemd, langer Hose und sogar einer Krawatte zu spielen, was René als überaus einschränkend empfand. Daraufhin kam er auf die Idee, seine eigene Tenniskleidung zu kreieren. Durch den speziell entwickelten Rippenstoff (Jersey Petit Piqué) war das Polo luftdurchlässiger und bot mehr Komfort während des Spiels. Die ersten Polos, die er trug, waren weiß, hatten einen Kragen mit Knöpfen (wie ein Hemd) und kurze Ärmel, mit welchen es sich viel leichter spielen ließ.

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Ein Reptil auf Erfolgskurs


Das Polo Shirt gilt heute zweifelsohne als fundamentales Piece der Männer Mode. Nachdem sich René Lacoste Anfang der 1930er Jahre aus dem  Tennissport zurückgezogen hatte, gründete er mit seinem Freund André Gillier, dem damaligen Präsidenten des größten französischen Textilunternehmens, die Firma La Chemise Lacoste. Ihr Ziel war es Hemden mit Krokodil-Bestickung herzustellen und zu verkaufen. Das Lacoste-Tennishemd gelangte 1952 in die USA und wurde gezielt als "Statussymbol des kompetenten Sportlers" gebrandmarkt, um Lacoste in den oberen Gesellschaftsschichten zu etablieren.

Izod Lacoste Label

Das Krokodil-Logo war zu dem damaligen Zeitpunkt noch mit der Marke Izod of London verbunden. Izod suchte nach einem hochwertigem Produkt, was dazu führte, dass Lacoste seine Marke an das Unternehmen lizensierte und somit der Trend in den USA landete.

Izod Lacoste, unter welchem Namen die Marke in den USA zunächst bekannt wurde, wirkte anfangs wie ein Flop. Zu Beginn der 50er Jahre gab es nicht viele interessierte Kunden für das Poloshirt mit dem winzigen Krokodil auf der Brust. Doch der für die Lizenzierung verantwortliche Mann Vincent De Paul Draddy hatte eine brillante Idee. Er versorgte einige seiner berühmten Freunde, darunter JFK (John F. Kennedy), Präsident Eisenhower und Bing Cosby mit Izod Lacoste Polos. Von nun an waren die Polos nicht nur flächendeckend bekannt, sondern auch in Kaufhäusern zu finden. Die Leute trugen sie gerne - besonders weil die "Reichen" und "Berühmten" bereits Fans waren.

In den frühen neunziger Jahren ließ der Trend allerdings nach. Lacoste und Izod trennten sich 1993 - Lacoste zog weiter an und erhöhte die Preise, während Izod preisgünstiger wurde und das Krokodil Logo aufgab.

Damals funktional - heute zeitlose Mode

Im Laufe der Jahre gelang es René Lacoste mit seiner Marke zunehmend Erfolg zu erlangen. Schon bald war es nur eine Frage der Zeit bis erste Nachahmer versuchten auf der Welle mit zu surfen, indem sie das Krokodil kopierten und unter eigenem Namen verkauften.

Designer und Marken aus verschiedenen Preisklassen haben es sich zur Aufgabe gemacht Tiere auf Poloshirts zu sticken: Ponys (Ralph Lauren), Marlins (Tommy Bahama), Adler (American Eagle) und sogar das Krokodil selbst. Das in China ansässige Unternehmen Crocodile Garments war über ein Jahrzehnt lang in einen Rechtsstreit mit Lacoste um die Rechte an dem Krokodil verwickelt, bis Crocodile Garments 2003 akzeptierte sein Logo zu ändern.

Heute erlebt Lacoste seine zweite Blütezeit, wenn es um die Farben und Schnitte geht werden die Entwürfe von Lacoste stets an die neuesten Trends angepasst. Das Unternehmen kommuniziert weltweit das Ziel dem Kunden ein Produkt zu bieten, welches für Komfort und Stil steht. Hohe Qualität der Materialien garantiert optimale Strapazierfähigkeit. Das Poloshirt ist heutzutage in den verschiedensten Schnitten von “Slim Fit” (sehr schmal geschnitten), über “Regular Fit” (legerer, weiter Schnitt) bis hin zu “Classic Fit” (klassisch geschnitten) zu finden.

Das Lacoste Polo in diversen Farben

Was damals aus der Passion eines Mannes für das Tennisspiel entstanden ist, ist über die Zeit zu einem Big Player in der Modelandschaft geworden.

Moubsen Lacoste Editorial

In Kooperation mit Lacoste und Keller X

Autor: Moubsen & Paul Herzfeld / Fotos: Moubsen & Elena Yaelle Klotz / Models: Moubsen & Elena Yaelle Klotz / Creative Direction: Moubsen & Elena Yaelle Klotz

Moubarak Assima

Creator & Stylist Creative ideas for @nofaithstudios Manage things @fabricsoverfriends Represented by @noinfluence.today Editor @title

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