Nicht alles ist Gold was glänzt - ein Einblick in die Modeindustrie mit Daniel Olze

Daniel Olze ist mittlerweile ein guter Freund von mir. Ich vergaß bereits wie man sich kennenlernte. Dies müsste aber durch einen Freund geschehen sein (Retro, eventuell warst du das!).

Nicht alles ist Gold was glänzt - ein Einblick in die Modeindustrie mit Daniel Olze

Daniel Olze ist mittlerweile ein guter Freund von mir. Ich vergaß bereits wie man sich kennenlernte. Dies müsste aber durch einen Freund geschehen sein (Retro, eventuell warst du das!).

Daniel Olze ist mittlerweile ein guter Freund von mir. Ich vergaß bereits wie man sich kennenlernte. Dies müsste aber durch einen Freund geschehen sein (Retro, eventuell warst du das!). Wenn man Daniel anschaut, kann man sich denken, was er vom Beruf macht. Er ist groß und sieht gut aus. Es ist einfach zu erraten. Daniel ist ein Model. Er ist kein sogenanntes Instagram-Model, wie gefühlt jeder zweite, sondern ist Model, auf professioneller Ebene, in der Königsklasse. Wenn man sich sein Instagram-Profil ansieht, erkennt man schnell, dass er für Marken wie Prada und Dior lief. Ich traf ihn erst zufälligerweise Anfang diesen Jahres in Paris auf der Fashion Week. Im Zuge dessen lief er für Louis Vuitton, was einfach nur unglaublich ist.


Nun hat er sich in dem jetzigen Beitrag von uns Interviewen lassen und gewährt uns einen Einblick hinter die Model-Welt. Auf dem ersten Blick sieht alles rosig aus, in dem unendlichen Mode-Kosmos. Aber wie sagt man so schön: ,,Nicht alles ist Gold was glänzt".

Nicht alles ist Gold was glänzt - ein Einblick in die Modeindustrie mit Daniel Olze

Wie lange modelst du schon und wie ist es dazu gekommen?


Meinen ersten Job habe ich Januar 2018 gemacht. Angefangen habe ich im Sommer. Ich wurde in München am Eisbach angesprochen und hatte ein Probeshooting. Daraufhin wurde ich bei Agenturen in New York, Paris und Mailand unter Vertrag genommen. So ist alles ins Rollen gekommen.

Hattest du schon immer Interesse daran in eine Richtung wie diese zu gehen oder war das eher ein Zufall?


Für Mode habe ich mich bereits davor interessiert. Ich wurde auch schon mal mit 14 angesprochen. Aber da hat mich das modeln wenig interessiert. Als es das zweite mal passierte, dachte ich mir, dass ich dem nun eine Chance gebe.

Wie sieht so ein Arbeitsalltag für dich aus?


Das ist immer unterschiedlich. Es kommt darauf an, welcher Job es ist. Und wo man diesen macht. In der Regel hast du einen calltime in der Früh. Dann geht man in die Maske und danach kommt die Anprobe. Im Nachhinein wird gearbeitet bzw. geshootet. Mittags ist die Pause und danach fängt dieselbe Prozedur an.

Was für Herausforderungen sind dir bis jetzt im Job begegnet?


Ich glaube nur psychische. Ich habe mit 16 angefangen und war damals noch nicht soweit, um mit so einer oberflächlichen Brosche richtig umzugehen.

Welche Werte und besonderen Erfahrungen konntest du bis jetzt durch das Modeln für dich mitnehmen?


Man stumpft sehr ab, was die ganzen Probleme mit einem selbst angeht. Mir hat es sehr geholfen, mich und mein aussehen mehr zu akzeptieren. Ich konnte auch lernen, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Außerdem hatte ich Spontanität und Freude daran, etwas Unbekanntes kennenzulernen.

Obwohl du noch nicht so lange modelst, hast du ja schon einige große Projekte hinter dir! Darunter auch diverse Shows auf Fashion-Weeks. Wie war das für dich, als du das erste Mal dabei sein konntest?


Meine erste Fashion Week war ziemlich aufregend. Ich komm vom Dorf und wurde in
diese exzentrische Welt hineingeworfen. Man trifft viele sehr nette, entspannte
Persönlichkeiten! Aber damals war ich auch noch ein bisschen zu jung und zu
schüchtern, um das alles richtig zu erleben. Das kam dann alles mit der Zeit.

Was war bis jetzt das Projekt bzw. die Show, das/die du am Meisten gefeiert hast?


Also rückblickend verbinde ich sehr viele schöne Momente mit meinen ersten Job. Aber viele andere haben es mir auch ermöglicht, wunderschöne Orte und tolle Personen zu treffen.

Wie siehst du das Modeln und welchen Wert hat es für dich?


Es ist sehr schwer, da eine eindeutige Meinung zu haben, finde ich. Mir persönlich sind viele gute Dinge dadurch passiert. Ich glaube es hat mich positiv beeinflusst. Aber es gibt genügend Stories, von Models die nicht auf den psychischen Druck klarkommen oder stark abmagern, um in Form zu bleiben. Ich finde, was es den Job betrifft ist es etwas öde, da nur die unterste Form von Emotionen abverlangt wird.
Es ist ein Zwiespalt mit der Branche. Aber ich glaube Covid-19 wird das Ganze ändern und auch nachhaltiger gestalten, hoffentlich.

Es ist kein großes Geheimnis, dass die Model-Welt unter viel Kritik steht, vor allem was die Erfüllung von Schönheitsidealen angeht, die unerreichbar scheinen. Wie hast du das bis jetzt erlebt und wie stehst du persönlich dazu?


Ich finde es Quatsch, wenn sich Menschen irgendwelche Models als Schönheitsideal nehmen.
Ich habe sehr viele sehr schöne Menschen getroffen in den letzten Jahren und sowas kann schnell langweilen. Was einen Menschen ausmacht ist sein Kopf, sein Verstand. Wir sollten aufhören, zu probieren unser „physisches ich“ immer auf Hochglanz zu bringen. Es gibt Menschen da draußen, die tragen Universen im Kopf. Das finde ich ist wahrhaftige Schönheit.

Ist die Konkurrenz und damit auch das Konkurrenzverhalten in der Model-Welt wirklich so groß, wie das teilweise dargestellt wird, oder ist das ein übertriebener Eindruck?


Die Konkurrenz ist so groß. Mittlerweile wird gefühlt jeder, der ungefähr von der Größe und der Statur her passt, zur Fashion-Week geschickt. Deswegen ist modeln etwas unergiebiger geworden, von dem man nicht wirklich leben kann, außer man wird sooft gebucht, dass die Kasse brennt.

Was möchtest du persönlich mal abgesehen von deinem „Label“, als Model erreichen?


Ich muss zugeben, in dieser Model Karriere will ich nicht mehr viel erreichen. Ich will die möglichen Reisen auf jeden Fall noch mitnehmen. Jedoch stelle ich mir persönlich die Frage, wann es sich bessern wird, da die meisten Grenzen zu sind. Aber an sich mach ich mir da nicht einen allzu großen Kopf darüber.

Autor/Autorin: Moubsen & Angelina Tobin

Moubarak Assima

Creator & Stylist Creative ideas for @nofaithstudios Manage things @fabricsoverfriends Represented by @noinfluence.today Editor @title

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